Das «Laissez faire», die Unbeschwertheit des Sommers wird mit dem ersten Regen im August, wie weggespült und macht einem bedächtigeren, schwereren Gefühl Platz. Die Tage werden wieder merklich kürzer, es wird abends schnell einmal kühl und draussen sitzen ist nicht mehr so gemütlich. Das Leben verlagert sich langsam wieder vom Garten ins Haus. Gleichzeitig überbietet sich die Natur in Fülle und Farbenpracht, der Tisch ist noch einmal reich gedeckt. Die Natur bietet nochmals reichlich Gelegenheit sich für den Winter einzudecken.
Kaltinfuse mit Holunderblüten und Zitrone
Wasser trinken klingt einfach. Doch hinter einem Glas Wasser kann sich weit mehr verbergen als blosse Flüssigkeit. Mit der richtigen Pflanzenwahl wird es zu einem stillen Helfer, für die Schleimhäute, die Verdauung, den Geist und das allgemeine Wohlbefinden. Die Kaltinfusion ist eine der ältesten und zugleich sanftesten Methoden, um die Kraft von Heilkräutern in den Alltag zu integrieren. Zudem ist die Anwendung so einfach, dass es sich in Zukunft erübrigt, aromatisiertes Wasser in Plastikflaschen oder Aromadrops zu kaufen.
Er wächst am Wegrand, auf Wiesen, am Waldrand, zwischen Äckern, und sieht aus wie ein kleiner grüner Besen: der Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense). Unscheinbar und doch eine der ältesten Heilpflanzen der Welt. Seit über 400 Millionen Jahren wächst der Schachtelhalm auf unserer Erde, lange bevor es Dinosaurier gab. Und er hat bis heute seine Kraft nicht verloren. Für Frauen halte ich ihn für eine der wertvollsten Pflanzen überhaupt. Warum? Weil er genau dort ansetzt, wo die Wechseljahre uns am meisten fordern: am Bindegewebe.